20.09.14

thinking about.... growing up


"Das war der Punkt, an dem ich mich zum ersten Mal so richtig erwachsen fühlte." 

Ich denke in letzter Zeit öfter an dieses Gespräch zurück, als wir, auf dem Raucherhof sitzend, über seine Hochzeit reden. (Mein Dozent hat mit 45 geheiratet und sich ab diesem Augenblick erwachsen gefühlt.)

Ab wann ist man "erwachsen"? Gibt es den einen Moment im Leben, in dem man plötzlich das Gefühl hat, man sei gerade "erwachsen" geworden?  Gibt es Menschen, die niemals diesen Moment erleben, in dem sie sich plötzlich ganz und gar "erwachsen" fühlen?

Bin ich "erwachsen"? Wenn ja, seit wann? Wenn nein, ab wann werde ich es sein? Und, "Erwachsensein", was heißt das eigentlich?

Fragen über Fragen, und wer hat denn nun die Antworten?

Wer meinen Woodstock Post aufmerksam gelesen hat, dem wird wohl eine Zeile nicht entgangen sein ("Es gab dieses Woodstock auch einen für mich sehr prägenden Moment, der mit meinem Erwachsenendasein zu tun hat") - und genau davon will ich nun erzählen.

A. und ich saßen abends auf den Sandhügeln unweit unseres Camps, tranken köstliches polnisches Dosenbier und folgten dem Geschehen auf der kleinen Bühne. Wir unterhielten uns darüber, wie sehr sich das Woodstock in den letzten Jahres gewandelt hatte und versuchten, die Ursachen dafür auszumachen. Während A. noch nicht ganz so lange dabei ist wie ich, kann ich auf eine zehnjährige Woodstockgeschichte zurückblicken. Ich war das erste Mal mit 15 dort, alles war völlig ungeplant und chaotisch, ich fuhr mit einem Freund hin, den ich dann vor Ort auch noch verlor, ich hatte kein Geld auf meinem Handy und kannte sonst niemanden dort. Ich hab mich dann das Wochenende alleine durchgeschlagen und es war trotzdem irgendwie so cool, dass ich das Jahr darauf wieder hinfahren wollte. Diesmal mit zwei anderen Freundinnen. Auch damals waren wir nicht gerade gut  vorbereitet und hatten viele essentielle Dinge nicht dabei, Dinge, an die man eben nicht denkt, wenn man jung ist und sich darüber freut, ein kleines Abenteuer fernab von Zuhause und ohne Aufsicht zu erleben. Ich erinnere mich dunkel, dass wir meist zu dritt in einem winzigen Zelt genächtigt haben, und Isomatten, ich bezweifle stark, dass wir so etwas damals dabei hatten. Zwei Schlafsäcke vielleicht, die wir uns zu dritt teilten. Einen Gaskocher, Besteck oder wenigstens Sonnencreme - nichts von alledem hatten wir damals dabei. Bis wir vor einigen Jahren auf die Idee kamen, zumindest einen Pavillon oder wenigstens eine Plane mitzunehmen, haben wir tagelang in der brütenden Sonne geschmort, im strömenden Regen gesessen, jeden Abend zu viel getrunken und gekotzt, und am nächsten Tag trotzdem weitergemacht. Irgendwie hab ich das Gefühl, wir waren in diesem Alter einfach noch etwas resistent, was das Lernen aus Fehlern angeht. 

Über die letzten etwa 4 Jahre, haben wir unser Woodstock mehr und mehr perfektioniert, wir waren noch immer der kleine Kern, der von Beginn an dabei war, es kamen jedoch stetig mehr Leute hinzu, wir fingen wochenlang vorher an zu planen, kauften Pavillons, Lampions, Gaskartuschen, Mückenspray, all diese wichtigen Dinge, die einem das tagelange Campen in freier Natur irgendwie erträglicher machen. Und nach jedem Jahr hatten wir auf der Rückreise das Gefühl, es wäre bisher das beste Woodstock ever gewesen. 

Dieses Gefühl blieb dieses Jahr leider aus. Als wir da saßen, auf diesen Sandhügeln, liess ich all die Woodstock Jahre in meinem Kopf Revue passieren. "Woodstock, das steht irgendwie stellvertretend für meine Jugend" sage ich zu A., der zustimmend nickt. Ich verfalle in einen regelrechten Redefluss, erzähle all die Geschichten von den Woodstocks, auf denen er noch nicht dabei war, und dann die, bei denen er dabei war. Ich muss viel lächeln währenddessen, aber es schwingt eine überwältigende Wehmut mit. "Ich habe das Gefühl, dass meine Jugend in den letzten Tagen hier irgendwo auf der Strecke geblieben ist. Dieses Woodstock ist so anders als all die Jahre zuvor, dieses hier hat so einen bitteren Beigeschmack." 

Während ich das ausspreche, wird mir klar, dass ich trotz meinem Hang zur Dramatik dieses Mal aber wirklich nicht übertreibe, ich meine es genau so, wie ich es sage. Diese Erkenntnis ist irgendwie niederschmetternd, ich trinke einen großen Schluck Bier und versuche damit den dicken Wehmutskloß in meinem Hals loszuwerden. Wir schweigen eine Weile, halten dabei unsere Hände, beobachten die blinkenden Lichter auf der Bühne und ohne es nochmal auszusprechen, wissen wir beide, dass diese Zeit vorbei ist, Woodstock wird für uns niemals mehr dasselbe sein. Irgendwie sind wir erwachsener geworden.


 





 

17.08.14

Fashion... Autumn Inspirations


 Ich muss mich an dieser Stelle einmal selbst bemitleiden - seit Montagabend ging es mit meinem gesundheitlichen Zustand ganz schön bergab, ich bin nicht oft krank, aber wenn ich mal ein paar Tage keinerlei Verpflichtungen hab, merkt mein Körper das sofort und foltert mich aufs Übelste. Während es mit dicken Mandeln und stark bewegungseinschränkenden Gliederschmerzen losging, bin ich mittlerweile bei einer Mittelohrentzündung. Ich lag zwar fast die gesamte letzte Woche tagsüber im Bett rum, aber erholt und genesen bin ich keineswegs. Hmpf. Ich befinde mich aber so langsam auf dem Weg der Besserung (glaube ich zumindest, bevor das mit den Ohren losging, dachte ich das auch schon mal...wer weiß was jetzt noch kommt.) und hoffe, dass ich wenigstens die kommende freie Woche noch irgendwie genießen und nutzen kann.

Während ich dann also krank im Bett rumlag und die Verfärbung der Blätter meiner Tomatenpflanze auf dem Balkon beobachten konnte, stellte sich bei mir so langsam schon mal eine Herbststimmung ein, und ja, daraus entstand dann quasi dieser Post. Ich habe meine Herbstfavoriten rausgesucht (aus Faulheit war ich nur auf einer einzigen Seite unterwegs, nämlich Sheinside) und werde sie euch nun zeigen.

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Since I am still feeling sick I have nothing better to do then lying in my bed the whole day. And while I was watching the changing leaf colors of my tomato plant I somehow got in that kind of autumn mood. I started searching for must-haves and favorites for the coming A/W season and here I am now, sharing them with you.

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Jacken / Mäntel

Ich bin bekennende Jacken- und Mäntelliebhaberin und könnte mir ständig irgendwas neues kaufen, leider bin ich nicht so gut ausgestattet, dass es mir möglich ist, an jedem Tag des Jahres mit einer anderen Jacke rauszuspazieren, aber mein Jacken- bzw Mäntelbestand ist auf jeden Fall akzeptabel.
Und da ich Jacken und Mäntel so sehr liebe, habe ich hier auch die meisten Modelle rausgesucht. Farblich (natürlich) vorwiegend schwarz, grau ist auch erlaubt und nun ja, gelegentlich kommt der Spießer in  mir durch und findet plötzlich beige, hellgraue, oder gar greige Outerwear-Teile total lässig. 

Mein Favorit aus der ersten Reihe ist definitiv das zweite Modell - wie cool ist bitte diese Jacke????


Mein Favorit hier ist auf jeden Fall das erste Modell, ich sehe mich direkt darin und habe tausend Outfits dazu im Kopf. (mein zweiter Platz hier ist diese ultra coole halbdurchsichtige Streifenjacke)


 In dieser Reihe hier würde ich mich tatsächlich für das erste Modell entscheiden, den zarte Rosé-Ton sehe ich als nette Ergänzung zu meinem kräftiger eingefärbten Haupthaar.



Oberteile

Nunja, die Farbwahl dürfte auch hier nicht überraschend sein, am liebsten habe ich es ja tatsächlich, wenn Oberteile bis über den Hintern gehen, mir ist zwar bewusst, dass das optisch die Beine verkürzt, aber an mir selbst finde ich es einfach schöner, wenn die Oberteile etwas länger sind (auch wenn ich nun wirklich nicht mit Nadja Auermann Beinen gesegnet bin)


 Hier gefällt mir das zweite besonders gut, aber auch das erste ist für mich irgendwie ein tolles Herbst Must Have.



 Hosen /Jumpsuits

Mittlerweile bin ich ja doch ein Hosenfan (wer meinen Blog schon länger liest, wird sich erinnern, dass ich früher niemals Hosen trug), auch Jumpsuits finde ich zur Zeit ziemlich cool und gerade mit etwas weiteren Beinen, dazu dann hohe Schuhe, am besten Blockabsazu, darüber dann ein Trench und irgendwie is das doch ein perfektes Herbstoutfit? :D

Also hier muss ich sagen, dass ich die erste Hose richtig gut finde, die würde viele Oberteile aus meinem Kleiderschrank gut ergänzen.
 

Röcke

Ach, Röcke gehören zum Herbst wie bunte Blätter und Gewitter! Natürlich  am besten in meiner liebsten Nichtfarbe schwarz.

Hier liebäugel ich mit dem ersten, das ist auch so ein typisches Kleidungsstück was einfach meinen Namen schreit und ich genau weiß, wie es an mir aussehen und zu was ich es kombinieren würde.
 


 Huch, hier hat sich wohl noch ein Kleid mit eingeschlichen ;) Das Kleid hat mir irgendwie gut gefallen, die Idee ist süß und aussehen tut das Ganze an einem Körper sicher auch toll. Hier schwanke ich zwischen dem zweiten Rock in schwarz/weiß und dem Klavierkleidchen.
 

 Accessories

Zu einem coolen Herbstoutfit gehören natürlich auch noch ein paar Accessoires. Schwarz und Gold geht meiner Meinung nach immer und laut Printmagazinen und Onlinemagazinen ist das dieses Jahr sogar ein oft gesehener Trend. Na dann :D


 Die Ketten find ich alle irgendwie richtig gut, ich würde direkt allen nehmen und könnte mich gar nicht entscheiden... Und hey, Statementketten sind immer gut :D

Auch wenn ich sonst nicht so der Fan von Farbe bin (zumindest an mir selbst), fand ich die Tasche irgendwie ansprechend und die Farbe ist meiner Meinung nach auch herbstlich und würde sich nicht mal mit meinen Haaren beißen. Gürtel für die Betonung der Taille kann man niemals genug haben und ich hab hier zwei Modelle rausgesucht, die quasi zu allem tragbar sind - der erste klassisch, elegant, eher dezent. Der zweite hingegen verspielt, romantisch, ein Eyecatcher.




Ich weiß, für andere Leute ist der Herbst bunter, auch was die Kleidung angeht, aber ich finde, ich habe trotzdem eine ansehnliche Auswahl zusammengestellt. Was meint ihr? Was sind eure Herbst Must Haves? Was von den Sachen, die ich euch gezeigt hab, gefällt euch ebenfalls? Oder was gefällt euch hier überhaupt nicht?


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I know, the majority of people thinks that autumn is more colorful, especially the clothes, but for me it's not. Nevertheless I would say I posted a nice selection of wearable clothes for the coming season. What do you think? What are your favorites and must-haves? Do you like the stuff I posted or not? 



!!!    ALL ITEMS LISTED IN THIS POST ARE AVAILABLE ON WWW.SHEINSIDE.COM       !!!














13.08.14

Once a year.... Birthday girl!



Ich hatte Geburtstag, wie das eben einmal im Jahr so üblich ist. All die Glückwünsche und Geschenke, die ich bekam (ich finde es allerdings immernoch befremdlich, dass an meinem Geburtstag ausgerechnet ich beschenkt werde - wieso nicht meine Mummy? Ihr müssen doch alle, die mich lieb haben, dankbar sein, dass es mich gibt. Und wenn sie schon dabei sind, auch gleich noch meinem Papa dankbar sein, denn der hat ja auch keinen unwesentlichen Teil dazu beigetragen, dass ich nunmehr seit 25 Jahren auf dieser Erde weile) sind toll, aber abseits von diesen materiellen Dingen kann ich mich aber auch so wirklich glücklich schätzen.



Ich habe wunderbare Freunde, ich habe eine ganz wunderbar verrückte Familie, ich erlerne meinen Traumberuf, ich hab den besten Nebenjob der Welt, ich habe eine wunderschöne Wohnung, ich habe einen wunderbaren den wunderbarsten Mann an meiner Seite, ich mag meine Schwiegerfamilie und meine Schwiegerfamilie mag mich, ich bin glücklich, ich mag mich selbst, ich bin ein Viertel Jahrhundert alt und habe keine sichtbaren Falten!

Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist! Und genau das tat ich direkt an meinem Geburtstag auch erstmal mit meinen Freunden...



 Ein Teil meiner Geschenke, im Folgenden nochmal einzeln zu betrachten:


YSL Taschenspiegel, Karl Lagerfeld Buch, eine Avocado :D (Ich hab übrigens mehrere bekommen^^), äh, sehr hohe Schuhe - schwule Freunde wissen, was an meinen Füßen gut aussieht. 


Und weil das Feiern mit Freunden so schön war, lud ich meine Family zum Essen ein paar Tage später ein und ließ mich einfach nochmal feiern ;)


  Zu diesem Anlass hab ich auch meine allererste Rohe, vegane, glutenfreie Torte gemacht und naja, ich will mich ja nicht selbst loben (Lüge! Natürlich will ich das!), aber sie war extrem lecker und rundum gut gelungen.